Kritisches zu Lebensmitteln im World Wide Web
Der Dioxin-Skandal in Deutschland verunsichert die Verbraucher. Immer mehr Menschen fragen sich, was ihre Nahrung enthält und suchen nach Informationen. Leider geben die Internetseiten, Broschüren und Verpackungen der Nahrungsmittelindustrie wenig Auskunft über die wahren Inhaltsstoffe, oft werden diese Stoffe verschwiegen oder es wird schlicht falsch informiert. Doch es gibt Hilfe im Internet, die man nutzen sollte, wenn man bewusster einkaufen und sich bewusster ernähren will.
Was steht auf dem Ei?
Der Verein KAT (Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V.) mit Sitz in Bonn betreibt die Webseite www.was-steht-auf-dem-ei.de. Dort kann man die Herkunft des Hühnereis recherchieren, sofern der Betrieb bei KAT registriert ist. Nach Eingabe des Kürzels für das Erzeugerland, Haltungsform und Nummer des Legebetriebes, die auf dem Ei stehen, wird der Betrieb mit Name und Ort angezeigt und man erfährt wie dort die Hühner gehalten werden.
Das ist drin.
Die Webseite www.das-ist-drin.de wird von der Firma snoopmedia GmbH in Bonn betrieben. Unter der Rubrik “1000 Lebensmittel mit Hühner-Ei” erfährt man aus aktuellem Anlass, welche Lebensmittel überhaupt Ei enthalten.
Die Seite bietet noch mehr: In einer umfangreichen Datenbank werden Lebensmittel und ihre Nährwerte aufgelistet: Fett, Ballaststoffe, Energiegehalt, wie viel wird vom Tagesbedarf abgedeckt und vieles mehr. Links verweisen zu den Herstellern. Man kann sich registrieren und als Mitglied der Community weitere Lebensmittel dem Verzeichnis hinzufügen oder bestehende Lebensmittelangaben ergänzen.
Unter der Überschrift “Wissen” können Infos zu E-Nummern, Kennzeichnung von Lebensmitteln, Tests- und Qualitätssiegeln, Ernährungsirrtümer und Betriebsnummern (die auf jeder Lebensmittelverpackung stehen müssen) abgerufen werden. Für Android-Handys gibt es auch das App zu diesem Angebot.
Werbelügen der Lebensmittelindustrie
Auf der Webseite www.abgespeist.de, die von foodwatch betrieben wird, erfährt der Besucher, welche Firmen im wahrsten Sinne des Wortes Etikettenschwindel betreiben. So werden Werbeaussagen und Tatsachen miteinander verglichen. Die Reaktionen der Firmen können nachgelesen werden. Mit einem direkten Link kann der Besucher eine Protestmail direkt an den jeweiligen Hersteller absenden.
Die fiesesten Lebensmittellügen
Die Webseite www.zehn.de/die-10-fiesesten-lebensmittel-luegen-109874-0 klärt über die 10 schlimmsten Lebensmittellügen auf. Das fängt mit Käse-Imitate an, geht über Formfleisch und übler Saftqualität bis hin zur Pseudoschokolade.
Brisantes Thema: Tiertransporte
Indirekt mit Lebensmitteln hat die Seite www.tierschutzbund.de/kampagne_tiertransporte.html zu bieten. Dort wird über die Tiertransporte berichtet, bei denen Schlachtvieh Qualen ausgesetzt ist. Man kann sich beim Tierschutzbund an einer Unterschriftenaktion gegen die Tiertransporte beteiligen und erhält Anschriften der zuständigen EU-Kommissare in Brüssel, um dort gegen Tiertransporte zu intervenieren.






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