SAP zu Millionenstrafe verurteilt
Walldorf – Europas größter Softwarehersteller SAP wurde von einem US-Gericht wegen Patentrechtsverletzungen zu einer Geldstrafe von rund 139 Mio. Dollar (97 Mio. Euro) verurteilt worden. Kläger ist der US-Konzern Versata Software Inc. aus Austin in Texas. Dieses Unternehmen hatte SAP vor zwei Jahren im Streit wegen Patente für die Herstellung von Unternehmenssoftware verklagt. SAP bestreitet die Vorwürfe und will die Aussichten einer Berufung prüfen. Es ist allerdings offen, ob der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware wegen einer möglichen längeren juristischen Auseinandersetzung finanzielle Rücklagen bilden wird.
SAP liegt seit Monaten mit dem Konkurrenten Oracle im Rechtsstreit. Der US-Konzern hat SAP wegen Industriespionage verklagt und gibt einen Schaden von bis zu einer Mrd. Euro an. Oracle wirft den Walldorfern vor, über die US-Tochter TomorrowNow mehrfach verbotenerweise für Kunden Oracle-Daten heruntergeladen zu haben. TomorrowNow hatte damit einen Skandal verursacht, der für SAP bis jetzt noch nicht ausgestanden ist. Das Unternehmen bot für Oracle-Kunden Serviceleistungen an. Mittlerweile hat sich SAP von ihrer Tochterfirma getrennt.
SAP hatte gehofft, Oracle-Kunden über das Angebot alternativer und kostengünstiger Wartung zu gewinnen und sie bei dieser Gelegenheit von der eigenen Software zu überzeugen.








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